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Star Trek Online

Geschichten des Krieges #15

Von Nevandon | Mi 29 Jul 2015 08:00:00 PDT

Wenn ihr diesen Brief findet, dann braucht ihr ihn an niemanden weiterreichen.

Ich habe keine Familie mehr, die um mich trauern könnte. Meine Freunde sind entweder geflohen oder gefallen. Selbst die Leute, denen ich in den Straßen oder auf dem Markt begegnet bin, sind fort.

Schon bald werde auch ich nicht mehr da sein. Aber wenn ihr diesen Brief findet, dann haltet uns in Erinnerung. Erinnert euch an mich.

Dies war einst eine schöne Welt. Es gab keine Wolkenkratzer wie auf Alpha Centauri oder die uralte Architektur von Bajor, aber die Felder waren Grün und die Wälder üppig und wunderschön. Wir haben hier gelebt, weit weg von den Sorgen über Imperien und Armeen. Wir wurden geboren, haben Familien gegründet, wurden alt und starben. Alles in dem Wissen, dass der Krieg, der zwischen den Sternen wütete, uns nie erreichen würde.

Unserer Ur-Ur-Urgroßeltern kamen von der Erde, von Alpha Centauri und von Nova Terra. Sie kamen von Vulkan, Betazed und sogar Bajor. Sie kamen hierher, um etwas mit ihren eigenen Händen aufzubauen, das Land zu bestellen, die Felder zu ernten und Korn zu Mehl zu mahlen. Wir haben Brot gebacken, anstatt es zu replizieren, und wir sind auf Straßen gelaufen, anstatt unsere Atome durch den Raum zu transportieren.

Wir waren glücklich. Das war genug.

Wir haben den Krieg in unserem Nachrichtennetzwerk verfolgt. Bilder von Iconianern, schöne und schreckliche Kreaturen, die mit einer Handbewegung vernichteten. Portale, die sich inmitten von Städten öffneten. Zerstörung und Verlust. Wir haben um die Toten getrauert und um die verlorenen Welten geweint. Wir haben unsere Tore geöffnet und Flüchtlinge aus Kolonien aufgenommen, die von den Herolden zerstört wurden.

Vielleicht war das unser Untergang. Vielleicht kamen die Herolde deswegen zu uns.

Wir werden es nie erfahren. Es würde auch keinen Unterschied mehr machen. Sie sind hier. Sie stecken unsere Häuser in Brand. Vernichten unsere Ernte. Und jeden Tag ... verschwinden mehr und mehr von uns.

Wir haben aufgegeben. Es interessiert sie nicht. Wir haben um Erbarmen gebettelt. Sie haben keines. Wir haben um Hilfe gerufen ... aber wenn sie eintrifft, wird es zu spät sein.

Wenn ihr diesen Brief findet, dann haltet uns in Erinnerung. Schaut auf die Asche unserer Häuser und erinnert euch an uns.

Wir waren glücklich.

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