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Star Trek Online

Der Tag, der alles veränderte

Von Shalenak
Mi 03 Okt 2018 09:00:00 PDT

„Mitte des 22. Jahrhunderts (Erdzeit) bildeten Erde, Vulkan, Andoria und Tellar die Koalition der Planeten. Zu dieser Zeit wurde auf der Erde noch nicht in Sternzeit gerechnet, bei den meisten anderen Koalitionsmitgliedern hingegen schon. Es sollte noch fast ein weiteres Jahrzehnt dauern, bevor die Menschheit den Gebrauch der Sternzeit flächendeckend einführte.“ Doktor Pembley war bekannt dafür, diese Zeit mit dem Ende des 20. Jahrhunderts zu vergleichen, als Amerikas NASA durch Verwechslung von metrischen und Avoirdupois-Maßen den Mars Orbiter zerstörte. „Nun ... wer kann mir sagen, wie die Sternzeit für Mitternacht am 14. September 2572 lautet?“

Professor Stevens blickte auf ihre Klasse. Die übliche Gruppe Hände schnellte in die Höhe, während viele andere nach dem PADD griffen, um das Datum umzurechnen. Sie nahm sich die Zeit und hoffte, einem nicht-Vulkanier die Chance auf die Antwort zu geben. Die Professorin lächelte, als sich die Hand ihres Lieblingsschülers erhob, der einzige Mensch, der mit den Vulkaniern mithalten konnte. Bevor sie jedoch Ian Kwon aufrufen konnte, erfüllte sich der Raum mit rotem Licht. Alle erhobenen Hände im Raum senkten sich, als alle Bildschirme im Raum ansprangen. „Bitte warten“, stand in mehreren Sprachen auf dem Bildschirm.

*****

Die Kadetten Tak, Desmond und Tamav saßen in Club 602. Desmond und Tak waren gefesselt von der humoristischen Anekdote, die ihnen Tamav erzählte. „Und dann habe ich es ihr gesagt“, gluckste er. „Man kann nicht durch die Kobayashi Maru hindurch warpen, während man versucht, das Team vom Schiff zu beamen! Aber hat sie zugehört? Natürlich nicht! Ich sage euch, manchmal habe ich den Eindruck, dass Taktik-Kadetten denken, man kann alles lösen, wenn man nur die richtige Menge Gewalt einsetzt.“

Kadett Desmond hielt sich den Mund zu, um nicht den Schluck Synthehol auszuspucken, den sie gerade genommen hatte. „Tamav! Doch nicht während ich was trinke!“ Sie grinste ihren Freund an. „Trotzdem fände ich es schrecklich, das ausrechnen zu müssen. Selbst unter den besten Umständen könnte man vielleicht nur ein Ohr oder so rüberbringen.“ Sie verzog das Gesicht, um ihr Argument zu unterstreichen.

„Ich schätze, du musst es ja wissen“, fügte Tak hinzu. „Ich habe gehört, dass du eines der besten Ergebnisse bei der Transporter-Simulation erzielt hast. Stimmt es, dass du eine Herztransplantation mit dem Transporter durchgeführt hast?“

„Natürlich nicht! Hast du im Biologieunterricht wieder nicht aufgepasst? Wissenschaft funktioniert nicht einmal annähernd so. Du solltest nicht alles glauben, was du so hörst, Tak. So werden Gerüchte in die Welt ge...“

Die Alarmlichter des Raumes gingen an und unterbrachen Kadett Desmond jäh. „Was zum Henker?“ Ein Signalton ertönte, gefolgt von einer Durchsage.

„Es folgt eine Durchsage des Präsidenten der Vereinigten Föderation der Planeten.“

*****

Die Drohne schwebte ausweichend hin und her und feuerte auf den Taktik-Kadett. Kadett Evelyn Savea kam kurz aus der Deckung und schoss auf die Drohne. Nachdem mehrere ihrer Schüsse das Ziel verfehlt hatten, nahm sie sich aus der Deckung heraus einen Moment Zeit, die Bewegungen der Drohne zu analysieren. Sie legte ihr Phasergewehr an und gab einen Schuss ab, der die Drohne genau am Phaseremitter traf.

Die Waffe der Drohne zischte, während sie von der Drohne abgestoßen wurde. Aus der so entstandenen Lücke fuhr ein mechanischer Arm aus, der an seinem Ende eine Klinge hatte. Die Schubdüsen leuchteten auf, als die Drohne zum Nahkampf überging. Savea wich einer Serie von Angriffen aus, während sie sich erhob, und versuchte, Abstand zu dieser aggressiven kleinen Maschine zu halten.

Sie schätzte einen der Angriffe falsch ein und verzog das Gesicht zu einer Grimasse, als die Klinge auf ihren Arm traf. „Mist!“ Sie zog schnell die Hände zurück, griff ihre Waffe beim Schaft und holte zum Schlag aus. Metall prallte auf Metall, und die Drohne flog in hohem Bogen zurück. Sie legte ihren Finger wieder auf den Abzug, um die Drohne mit einem letzten Schuss auszuschalten, jedoch verschwand die Drohne, bevor sie schießen konnte.

„Computer, Statusbericht!“ Savea überprüfte ihre Verletzung. Ihre Freunde würden sie sicher wieder dafür kritisieren, dass sie die Sicherheitseinstellungen außer Kraft gesetzt hatte. Aber sie wusste, dass sie besser kämpfte, wenn ein Versagen echte Konsequenzen haben würde. „Computer?“ Der Raum verblasste und die Holodeck-Tür öffnete sich. Draußen war der Gang rot beleuchtet.

Gruppen von Kadetten drängten sich um mehrere Konsolen. Savea ging nachsehen, was los war.

*****

An alle Mitglieder der Föderation. Mit schwerem Herzen muss ich bekanntgeben, dass wir uns im Krieg befinden. Vor wenigen Stunden haben die Klingonen das Feuer auf unsere Schiffe eröffnet. Unseren Berichten zufolge war es eine heftige Schlacht, in deren Verlauf viele klingonische Schiffe zerstört wurden, jedoch war es definitiv eine Niederlage für unsere Seite. Das Sternenflottenkommando sammelt noch die Verlustmeldungen, die wir veröffentlichen, sobald wir sie erhalten haben. Wir möchten alle gern denken, dass das Mandat der Sternenflotte ausschließlich daraus besteht, die Galaxie zu erforschen und Hilfe zu gewähren, wo wir können. Aber wir müssen uns auch daran erinnern, dass es die Aufgabe eines jeden Offiziers der Sternenflotte ist, die Föderation gegen alle Bedrohungen zu verteidigen.

Dies ist nicht unser erster Krieg, und wahrscheinlich wird es auch nicht unser letzter Krieg sein. Aber wenn zukünftige Generationen auf diesen Tag zurückblicken, werden sie sich erinnern, dass nicht wir es waren, die den Krieg begannen, aber dass wir es waren, die ihn zu einem Ende bringen sollten. Bleiben Sie stark. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald neue Informationen verfügbar werden. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

*****

Savea versuchte, sich zusammenzureißen, als ihr Gewehr auf den Boden fiel. Nun erst fiel ihr auf, dass sie es losgelassen hatte. Krieg. Die anderen auf dem Gang drängelten sich, um die Verlustberichte sehen zu können. Kadetten versuchten sich gegenseitig aus dem Weg zu drängen, um eine bessere Sicht zu bekommen. Einige der besonneneren Personen machten sich auf die Suche nach anderen Konsolen, bei denen weniger Gedränge herrschte.

Savea hob ihr Gewehr auf und überprüfte es. Krieg. Es gab einen Teil von ihr, der vor Aufregung beinah platzte. Krieg. Aber der Rest von ihr war von kaltem Grauen erfüllt. Die Schlacht war verloren gegangen. Die Klingonen durfte man nicht unterschätzen. Sie brachte das Gewehr zurück zur Waffenkammer. Vor ihrem bevorstehenden Abschluss hatte sie noch eine Menge Information durchzugehen.

*****

„Bisher ist es nur die Clarke, die Europa und die Shran.“ Tak las von seinem PADD vor: „Diese Schiffe gingen verloren und es wird angenommen, dass alle Besatzungsmitglieder gefallen sind, auch wenn eine offizielle Bestätigung noch aussteht. Oh, und sie haben jetzt auch die Edison, die Shenzhou und die Yaeger aufgelistet. Verdammt. Ich kannte einige Leute auf der Yaeger. Freunde meines älteren Bruders, aber trotzdem ... verdammt.“

Tamav und Desmond saßen schweigend da, unsicher, was sie ihrem Kameraden antworten sollten. Sie starrten einfach auf ihre Drinks. Es würden ein paar schwierige Tage für viele ihrer Klassenkameraden werden. Nach einer Minute des Schweigens bestellte Kadett Desmond eine weitere Runde. Sie würden sie brauchen.

*****

Es herrschte betretenes Schweigen, als die Durchsage endete. Kadett Kwon blickte sich um und betrachtete seine Klassenkameraden. Offene Münder und bei den Vulkaniern hochgezogene Augenbrauen. Sein PADD vibrierte. Er hatte eine Nachricht erhalten. „IST ALLES GUT BEI DIR?“ Sie kam von seiner Mutter. Er schickte ihr schnell eine Antwort. „Ja, ich bin immer noch an der Sternenflottenakademie. Ich habe noch keinen Abschluss gemacht.“ Er schüttelte den Kopf. Seine Mutter machte sich immer so viele Sorgen.

„Okay, alle ... der Unterricht ist beendet.“ Professor Stevens wirkte sichtlich erschüttert. Sie wartete nicht einmal, bis die Klasse gegangen war, bevor sie selbst den Raum verließ.

Ians PADD vibrierte erneut. „ZIEH NICHT IN DEN KRIEG! BLEIB IN SICHERHEIT!“ Er seufzte. Er legte sich seine Worte sorgfältig zurecht. „Liebe Mutter. Ich habe mich für die Offizierslaufbahn bei der Sternenflotte entschieden. Wie der Präsident es sagte, es ist unsere Aufgabe, die Föderation zu beschützen. Ich tue dies zu deinem Schutz. Wenn die Föderation im Krieg ist, dann werde ich nach meinem Abschluss stolz für sie in den Kampf ziehen. Besonders, wenn dies bedeutet, dass ich so für deine Sicherheit sorge.“ Er zögerte einen Moment und fragte sich, wen er eigentlich versuchte, zu überzeugen – seine Mutter oder sich selbst. Er atmete tief durch und schickte dann die Nachricht ab.

Ryon „Melange“ Levitt
Staff Content Designer
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