Diese Seite verwendet Cookies, um dein Browser-Erlebnis zu verbessern. Wenn du auf dieser Seite bleibst, stimmst du der Nutzung unserer Cookies zu. Mehr Informationen. Ausblenden
Du verwendest einen Webbrowser, der nicht unterstützt wird. Manche Features werden eventuell nicht korrekt angezeigt. Bitte schaue dir die >Liste der unterstützten Browser für die optimale Darstellung an. Ausblenden

Star Trek Online

Wiedersehen

Von Nevandon
Do 31 Mai 2018 09:00:00 PDT

Odo und der junge Jem'Hadar hatten sich nicht weit jenseits des Wurmlochs im Gamma-Quadranten vorgewagt, als eine Patrouille des Dominions sich näherte.

„Nun, Sie haben Ihr ganzes Leben darauf gewartet, Ihr Volk zu treffen, auch wenn Sie noch jung sind“, sagte Odo zu seinem Reisebegleiter. „Das ist Ihre Gelegenheit. Ich hoffe“, Odo hielt für einen Moment inne und suchte nach den richtigen Worten. „Ich hoffe, Sie finden Ihr Glück.“

„Sind Sie sicher, dass Sie zu der Station zurückkehren wollen?“, fragte der junge Krieger. „Gehören Sie nicht hierher? Ihre Leute sind hier – Sie sind ein Gründer!“

Bevor Odo seine Entscheidung erneut bekräftigen konnte, wurden sie von dem anderen Schiff kontaktiert. „Auf den Bildschirm“, seufzte er.

Eine Vorta erschien. „Grüße, Gründer. Haben Sie Ihre Entscheidung überdacht? Kehren Sie endlich nach all dieser Zeit nach Hause zurück?“

„Ich sehe, meine Existenz hat sich bereits im Dominion herumgesprochen. Hmpf.“

„Gründer, es ist unsere Pflicht diese Art von Informationen zu kennen. Dieses Privileg ist den Offizieren der Patrouillen in den Sektoren nahe des Wurmlochs gestattet. Wir sind bereit, Ihnen Hilfe zu leisten und Sie nach Hause zu bringen, falls Sie es so wünschen.“

Odo beobachtete sie einen Moment lang – sie machte keinen bedrohlichen Eindruck. Doch konnte er ihr das Leben des jungen Jem'Hadar einfach so anvertrauen? Wie würde sie ihn willkommen heißen? Würden sie ihn verhören? Reprogrammieren? Bestand die Gefahr, dass sie ihn anklagen und er für die Zeit bei den „Solids“ im Alpha-Quadranten für „Kulturelle Verdorbenheit“ schuldig gesprochen würde?

„Ich befürchte, ich bin noch nicht bereit. Wir haben jedoch diesen jungen Jem'Hadar auf einem Schiff des Dominions gefunden. Leider ist er der einzige Überlebende.“ Odo sah sich das Kind an, kaum drei Tage alt und bereits ein furchterregender Krieger. „Ich habe mich bisher um ihn gekümmert, doch er würde jetzt gerne zu seinem Volk zurückkehren.“

Sie richtete ihre Augen auf den Passagier im Runabout. „Sie haben Glück“, sagte sie in einem fast neidischen Ton. „Viele Jem'Hadar bekommen nie einen Gott zu Gesicht, geschweige denn, dass sich einer um sie kümmert. Wie heißen Sie, Soldat?“

Odo fühlte sich schuldig, denn er brachte dem Jem'Hadar eine eigenständige Denkweise bei, aber half ihm nicht mit seiner Identität.

Der Jem'Hadar erwiderte: „Ich habe noch keinen Namen.“

„Ausgezeichnet. Sie können sich einen Namen verdienen, wenn Sie Ihr Training abgeschlossen haben. Ich muss Sie warnen, Sie sind älter als die anderen Klassenkameraden und es kann sein, dass Sie sich daher wie …“

„Ein Außenseiter fühlen?“, unterbrach Odo.

Die Vorta lächelte rechtfertigend.

„Es ist nicht so schlimm, ein Außenseiter zu sein. Man hat dadurch eine einzigartige Perspektive.“ Odo erinnerte sich an diese Worte, als hätte er sie erst vor Kurzem selber gesagt. Würde er sie bei jeder Begegnung mit dem Dominion immer und immer wieder verwenden?

„Ich bin bereit.“ Der junge Soldat wendete sich an Odo und sagte: „Vielen Dank. Ich hätte wohl nicht lange überlebt, wenn sie mich weggebracht hätten.“

Der restliche Teil der Reise war etwas verwirrend für Odo. Nur drei Tage waren vergangen ... war dies seine einzige Gelegenheit ein Vater zu sein? Er wollte dem Jem'Hadar so viel mehr beibringen. Hätte er darauf bestehen sollen, dass das Kind bei ihm blieb? Ließ er es im Stich gelassen?

***

Dukan'Rex stand bei seiner Truppe, die neben einem weiteren Team stand. Er wollte unbedingt wieder kämpfen. Er stand stets unter Hochspannung, seine Sinne waren geschärft und nachdem die Vorta die Droge White aushändigten, befanden sich sein Selbstvertrauen und seine Kraft auf dem Höchststand.

Sie warteten. Manche waren nervös, denn ein Gründer würde sich der Mission anschließen. Der Erfolgsdruck war hoch. Niemand wollte vor einem Gott versagen.

Er war der einzige unter den Jem'Hadar, die jemals einen Gründer gesehen hatten – persönlich jedenfalls. In seinem ersten Jahr hatte er mitbekommen wie zwei Jem'Hadar miteinander stritten. Beide waren sich unsicher, ob die Gründer echt waren. Er mischte sich ein und erzählte ihnen von Odo, wie er durch diesen hindurchgesprungen war und bemerkte, dass er einem Gott gegenüberstand.

Die beiden anderen Jem'Hadar glaubten ihm kein Wort. „Das haben Sie doch erfunden“, sagte der Größere von beiden. „Sie haben keinen Gründer getroffen. Sie lügen, um Eindruck zu schinden.“

Der andere reagierte ebenfalls abweisend. „Wenn Sie so besonders sind, warum sind Sie nicht immer noch an seiner Seite? Hat Ihnen der Sprung durch einen Gott etwa solche Angst bereitet, dass Sie sich nun hinter einem Vorta verstecken?“

Ihr erster Offizier musste die Auseinandersetzung daraufhin beenden. Alle wurden bestraft, kein White für einen Tag. Es war für alle unangenehm, doch sie hatten ihre Lektion gelernt.

Seine Träumerei wurde unterbrochen, als sich zwei Leute hereinbeamten. Aufgrund seines Trainings war er in Habtachtstellung und kampfbereit. Die Zeit war gekommen.

Vorta Loriss und ein Gründer gingen zu dem Sammlungsgebiet der Jem'Hadar. War es tatsächlich … der Gründer?

„Der Gründer wird uns bei unserer Mission zu den Kolonien auf Stakoron begleiten. Wenn er Sie anspricht, dürfen Sie ihn Odo nennen.“

Dukan'Rex unterbrach vor lauter Aufregung fast die Formation. Er war es! Odo! Er hatte Odo seit Jahren nicht gesehen! Würde der Gründer ihn nach all dieser Zeit wiedererkennen?

Loriss bemerkte seine Reaktion nicht und sprach weiter. „Diese beiden sind Ihre ersten Offiziere“, sagte sie, als sie an der Aufstellungsspitze stehenblieb. „Dukan'Rex und Itan'Ektal.“

„Bitte, verbeugen Sie sich nicht. Das bin ich nicht gewöhnt“, sagte Odo etwas verlegen. Seine grobe Stimme hatte sich nicht geändert. „Die Kolonie auf Stakoron ist eine neue Siedlung und mir wurde gesagt, sie befinden sich in einer Notlage. Behandeln Sie sie nicht wie Rebellen. Ich möchte ein richtiges Gespräch mit ihnen führen.“

Loriss winkte alle zum Schiff. „In Ordnung, machen wir uns auf den Weg. Sie haben den Gründer gehört. Fangen Sie keinen Streit an.“

Dukan'Rex verspürte ein Zucken seines Mundwinkels. Er hatte sein Lächeln einst geübt, aber er merkte, dass es keinen Zweck hatte. Doch als Odo auf ihn zulief, dachte er, dass es nun die richtige Geste sei. Odo lief direkt an ihm vorbei.

***

Die Kolonisten auf Stakoron hatten definitiv kein Interesse an Gesprächen, aber Odo gab nicht auf. Er versuchte, Kontakt mit dem Hauptgebäude aufzunehmen, er ging alle Frequenzen durch und nun war er bereit, sich mit einer Gruppe von Soldaten herunterzubeamen, um mit jemandem zu sprechen.

Dukan'Rex befahl seinem Team die schwächste Stufe bei deren Gewehren einzustellen. Das hatten sie seit dem Training nicht getan. Alle sahen sich misstrauisch an, bevor sie die Einstellung änderten. Sein Team sollte die Richtung weisen. Itan'Ektals Team war verantwortlich den Gründer mit einem Schutzkreis zu umstellen. Aus der Vogelperspektive sahen sie wie eine Schildkröte aus, die sich durch eine raue Landschaft kämpfte.

Der Wind wirbelte roten Staub in ihre Augen und durch die höhere Schwerkraft, konnten sie sich nur schleppend fortbewegen. Dukan'Rex erinnerte sich an eine ähnliche Trainingssimulation, bei der die Wirkung des Whites nachließ. Bei dieser schmerzhaften Erinnerung, biss er die Zähne zusammen.

„Das Hauptgebäude liegt vor uns. Alle anhalten“, sagte er bestimmend. Dukan'Rex wendete sich zu seinem stellvertretenden Offizier und befahl: „Verhüllen Sie sich und gehen Sie mit dem Dritten voran.“ Die beiden Jem'Hadar verschwanden. Ihre Bewegungen waren nur daran zu erkennen, dass die roten Sandwolken in der Luft in einem anderen Muster aufgewirbelt wurden. Er drehte sich um, um mit dem Gründer zu sprechen. Loriss hielt einen Schirm vor ihn und versuchte ungeschickt den Sand abzuwehren.

Sie hatten kurz Augenkontakt bis Loriss schnell wegschaute. Dukan'Rex hatte diesen Blick schon einmal gesehen, als sie einen Dieb auf frischer Tat ertappten. Er sagte nichts und schaute wieder in die Richtung des Hauptgebäudes der Kolonie.

*Klopf*

„Was? Wa…“ Eine Person aus den hinteren Reihen wurde schnell unterbrochen.

„Beschützt den Gründer!“, rief Itan'Ektal.

Gestalten in engen roten Gewändern, so rot wie der aufgewirbelte Sand, schlugen die zwei Jem'Hadar-Soldaten neben ihm nieder. Doch Itan'Ektal reagierte schnell und schoss sofort auf die beiden Angreifer.

„Warten Sie, wir sind hier, um zu reden! Wir wollen helfen!“, rief Odo verzweifelt und war gerade dabei sich in seine humanoide Form zurückzuverwandeln.

„Tod den Dämonen des Dominions!“ Der Ruf kam von einer Gruppe Rebellen, die aus dem Hauptgebäude stürmten. Als Dukan'Rex' zweiter und dritter Offizier ihre Verschleierung ablegten, um sie zu betäuben, erschienen weitere getarnte Gestalten, die sie zu Boden warfen.

„Feuer frei!“, rief Dukan'Rex. Er entfesselte seine innere Bestie und schoss auf jede feindliche Gestalt, die sich im roten Sand bewegte. Er wusste, sein Gewehr würde die Gegner lediglich betäuben, also hielt er sich nicht zurück.

Nach wenigen Minuten war er von Kampfgeräuschen umgeben. Er wusste, dass sich hinter ihm eine Gruppe von Feinden befand, aber die Gruppe vor ihm, stellte eine größere Bedrohung für den Gründer dar. Er hoffte, dass Itan'Ektal durchhalten würde. Er schoss einem weiteren Rebellen ins Herz und spürte kurz darauf eine Veränderung in der Umgebung.

Es war Odo. Er will nicht mehr reden. Im Stillen hatte sich Dukan'Rex mit dieser Entscheidung abgefunden. Rebellen neigten selten dazu, mit Leuten zu reden, die sie als ihre Unterdrücker sahen. Er drehte sich um, um herauszufinden, ob die restlichen Jem'Hadar ihre Waffen auf höheren Schaden einstellen sollten.

Itan'Ektal hatte sich für den Nahkampf entschieden. Sein Dolch steckte noch in dem letzten Gegner, der mit letzter Kraft versuchte ihn auf den Boden zu werfen. Als sich der Jem'Hadar herunterbeugte, sah Dukan'Rex wie ein Rebell mit einem blutbeschmierten Buschmesser auf ihn sprang, um den anderen ersten Offizier zu enthaupten.

Er schoss drei Mal in die Brust des Schwertkämpfers, als zwei Hände versuchten ihm sein Gewehr zu entreißen. Er verpasste seinem Angreifer einen festen Kopfstoß. Die Stacheln auf seiner Stirn rissen ein Stück Augenbraue des Angreifers heraus. Die Kopfwunde blutete stark und nahm seinem Gegner teilweise die Sicht.

Er gab dem Ziehen seines Angreifers nach und warf praktisch gesehen das Gewehr auf ihn. Der Schwertkämpfer brüllte vor Wut und Schmerz und startete einen weiteren Angriff mit einem großen Buschmesser, das er wild schwang. Leichtsinnig, dachte der Jem'Hadar. Für die fehlende Disziplin wirst du bezahlen.

Als sich der Schwertkämpfer in seiner Reichweite befand, erfasste Dukan'Rex dessen Handgelenk. Er zog das zerbrechliche Gelenk zu seinem gepanzerten Knie, was den Rebellen zwang, die scharfe Waffe fallenzulassen. Er machte eine Rolle rückwärts und verpasste dem Angreifer einen Tritt gegen das Kinn, während er sich das fallengelassene Buschmesser schnappte. Nun war sein Gegner bewusstlos und er selbst gut bewaffnet. Er sah durch den scharlachroten Sandnebel und hatte in diesem Chaos Mühe, Freund und Feind zu unterscheiden.

„Vorsicht, Odo!“, rief Loriss.

Ein großer Mann, gekleidet in ein blutrotes Gewand, rannte auf den Formwandler zu. Alle von Itan'Ektals Gruppe waren gefallen. Nur eine Vorta stand zwischen Odo und der Bedrohung …

Beschützt den Gründer!

Dukan'Rex verschleierte sich und rannte auf den Angreifer zu. Odo konnte einen Schlag des großen Angreifers abwehren, als Dukan'Rex erschien. Mit einer geschickten Bewegung, rammte er das Buschmesser seines vorherigen Gegners, in die Brust des großen Rebellen, doch er musste feststellen, dass sich unter dem zerrissenen Gewand eine Panzerungsplatte befand.

 

Der Rebell startete sofort einen Gegenangriff. Trotz seiner Größe, überraschte der Riese mit einem schnellen Dolchschwung durch Dukan'Rex' Gesicht. Das Blut vermischte sich mit dem roten Staub der überall wirbelte. Bevor er seine Klinge wieder nutzen konnte, schwang Odo einen Hammer gegen die Schläfe des Angreifers. Das Geräusch des Schlags war so laut, dass man es im Lärm des Gefechts hören konnte, das brachte Dukan'Rex dazu, seine Augen für einen Moment zu schließen und auf die Zähne zu beißen. Der letzte Rebell fiel zu Boden und wirbelte noch einmal roten Staub auf. Dukan'Rex spürte eine Hand an seinem Arm.

„Geht es Ihnen gut?“, sagte Odo mit besorgter Stimme. „Wir müssen hier verschwinden, bevor Verstärkung eintrifft.“

Dukan'Rex begriff nun, dass der Gründer mit ihm sprach. Er öffnete die Augen. Er spürte ein weiteres Zucken seines Mundwinkels.

„Sie kommen mir bekannt vor …“ Odo sah ihn sich genauer an.

Dukan'Rex war sich nun sicher, dass er lächelte.

Tiffany „Wubblez“ Chu
Content Designer
Star Trek Online

 

Zur Diskussion im Forum

 

sto-news, sto-launcher, star-trek-online, sto-steam,

Neueste Beiträge Mehr

Nehmt an unserem Test teil, damit wir euch mit einem unserer fünf Tardigrades zusammenbringen, der basierend auf euren Antworten am besten zu euch passt.
Weiterlesen
Es freut uns sehr, die Rückkehr des Wochenendes für Forschung und Entwicklung ankündigen zu dürfen!
Weiterlesen
Für nur kurze Zeit bieten wir allen Captains unsere F&E-Pakete mit 20% Rabatt an!
Weiterlesen

hover media query supported