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Star Trek Online

Interview mit Tobias Richter

Von Nevandon
Mi 16 Mai 2018 09:00:00 PDT

Als wir die neue Version von Deep Space Nine für Victory is Life gesehen hatten, wollten wir noch einen Schritt weitergehen. Das Modell der DS9 sah zwar innen schon sehr gut aus, doch nun mussten wir noch am Außenbereich arbeiten. Zum Glück kannten wir genau den Richtigen für diesen Job. Wir haben mit Tobias Richter zusammengearbeitet, ein außergewöhnlicher Modelleur, der das 3D-Modell der Enterprise D für das HD-Remastering von Star Trek: The Next Generation erstellt hat. Wir haben uns mit Tobias zusammengesetzt, um über seine Arbeit zu sprechen.

Star Trek Online: Hey Tobias! Vielen Dank, dass du hier bist. Erzähl uns doch etwas von dir und deiner Beziehung zu Star Trek.

Tobias: Mein Name ist Tobias Richter und ich bin ein langjähriger Sci-Fi- und insbesondere Star-Trek-Fan. Als ich Kind war lief Star Trek im Fernsehen und ich habe versucht, jede Folge zu sehen. Ich habe Raumschiffe gezeichnet, Blaupausen erstellt und Geschichten geschrieben. Nachdem ich meinen ersten Computer bekommen hatte – einen Amiga – fing ich an, mein eigenes Star-Trek-Spiel zu schreiben, das ich etwa 2 Jahre später veröffentlichte (Star Trek – the game). Man hat den Captain der Enterprise gespielt und musste das Schiff, die Crew und verschiedene Missionen koordinieren. Es war recht beliebt bei den Amiga-Fans. Nach meinem Studium bin ich nach Köln gezogen und habe freiberuflich für verschiedene Fernseh- und Spielproduktionen gearbeitet. Während dieser Zeit wurde ich mit dem deutschen Cover für Star Trek (TOS und TNG) beauftragt. Ich denke, das war meine erste Arbeit an einem offiziellen Star-Trek-Projekt. Später habe ich Paramount Germany bei ihren Merchandise-Produkten unterstützt. Privat habe ich fast alle Raumschiffe aus dem Star-Trek-Universum so detailliert wie ich konnte und mein Computer es zugelassen hat nachgebaut. Ich habe Illustrationen erstellt und sie im Internet veröffentlicht. Wie zum Beispiel die neue Enterprise aus dem ersten Film von JJ – noch vor dem Film. Ich hatte eine interessante E-Mail-Unterhaltung mit JJ über das Schiff. Doug Drexler hat die Illustrationen gesehen und mich gebeten, einige Rederings für den „Ships of the line“-Kalender zu erstellen. In diesem Jahr habe ich also ein Bild der Kelvin und der Enterprise erstellt – und in den folgenden Jahren noch viele weitere Illustrationen. In den vergangenen Jahren durfte ich für verschiedene Star-Trek-Projekte arbeiten – Computerspiele, Buchillustrationen und Animationen.

STO: Wie bist du zum 3D-Modelling gekommen?

T: Ich habe schon immer gern Dinge erstellt – Modellbausätze als ich jung war – und später, als ich meinen ersten Computer besaß, habe ich nach Programmen gesucht, um auch auf dem Computer zu basteln. Dann fand ich Videoscape – eines der ersten Programme, mit denen man 3D-Modelle entwerfen konnte (in einem Texteditor mit maximal 1.000 Zeichen) – und der Nachfolger des beliebten Lightwave. Leider konnte Videoscape keine Texturen oder Schatten erzeugen – daher habe ich auf ein deutsches Programm namens „Reflections“ gewechselt, das Bilder mit Strahlverfolgung erstellte –ein Bild mit 320x200 hat manchmal Stunden gedauert, aber es war eine fantastische neue Welt. Als ich in Köln angekommen war, investierte ich in professionelle Soft- und Hardware – Silicon Graphics und Alias/Wavefront. Danach kam Maya, eine Software, die ich noch heute verwende, nur nicht länger auf Silicon Graphics – heute arbeiten wir mit PCs.

STO: Erzähl uns etwas über das DS9-Modell. Wie hast du die Raumstation nachgebaut? Musstest du viel recherchieren? Wie lang hat es gedauert?

Ich habe an 3 DS9-Modellen gearbeitet – die Station, die Defiant und das Runabout – als es Gerüchte über ein HD-Remastering von DS9 gab. Das Enterprise-D-Modell, das ich vor einigen Jahren entworfen hatte, wurde im Remastering von TNG verwendet (und auch einige andere meiner Modelle), daher dachte ich, dass sie vielleicht wieder meine Modelle verwenden werden, sollte es so weit kommen. Nun, es ist fast geschehen. Fast ...

Daher wollte ich die drei Modelle natürlich so genau wie möglich erstellen. Ich hatte die gesamte Literatur zur Hand und habe mich sogar mit den Designern über einige Probleme unterhalten, die ich nicht verstand (z. B. der Winkel für die horizontalen Pylonen vom äußeren zum inneren Ring hin). Die DS9 hat wahrscheinlich etwa 2 Wochen für das Modell Anspruch genommen und 2 weitere Wochen für Texturen und Beleuchtung.

STO: Was ist dein Lieblingsteil des Modells?

Als Modelleur gefallen mir besonders sich wiederholende Elemente. Und DS9 ist dafür perfekt – man muss eigentlich nur 1/6 der Station entwerfen und kann damit den Rest der Station kopieren. Und das Beste daran, man sieht es nicht – diese Wiederholungen sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Es ist ein tolles Design und ein Eckpfeiler der cardassianischen Architektur. Die obere Mitte und die Basis der Pylonen sind mein Lieblingsteil. Das Zentrum hat die großen Fenster, durch die man in die Station hineinsehen kann und der Pylon, weil er die cardassianische Physiognomie widerspiegelt und dieses besondere „Alien“-Design besitzt.

STO: Welche Details hat das Modell, die man als Spieler übersehen könnte?

In unserem hochauflösenden Modell haben wir eine Promenade mit niedriger Auflösung hinter den großen Fenstern im Mittelbereich. Wir haben darüber nachgedacht, dass auch für das Modell im Spiel zu implementieren, doch die Station besitzt schon eine hohe Polygonanzahl – und man müsste sehr nah heran, um überhaupt etwas zu sehen, daher haben wir uns dagegen entschieden. Ich denke, für den Rest haben wir das Aussehen des hochauflösenden Modells sehr gut eingefangen. Alle Details sind da, entweder als Polygone oder normale Karten.

STO: Was denkst du macht Deep Space Nine heutzutage so beliebt?

Zunächst einmal ist es Star Trek – und Star Trek ist immer beliebt – es gibt mehrere Fernsehkanäle in Deutschland, die immer und immer wieder Star-Trek-Episoden zeigen. Außerdem ist DS9 ein besonderes Star Trek – alle anderen Serien finden auf einem Raumschiff statt, das durch die Galaxie fliegt – und hier haben wir eine Station mit ganz anderen Problemen. Das führte zu interessanten Geschichten, die so nicht in den anderen Serien erzählt werden konnten. Und natürlich sind es ganz tolle Schauspieler mit einer großartigen Chemie zwischen ihnen – etwas, das zum Glück alle Trek-Crews gemeinsam haben.

STO: Vielen Dank, dass du heute hier warst, Tobias, und vielen Dank für deine Arbeit an dem Modell. Es sieht fantastisch aus!

Es ist immer toll, deine Arbeit in einer offiziellen Star-Trek-Produktion zu sehen. Ich freue mich darauf, die Station in STO zu sehen und zu besuchen!

Unsere offizielle Internetseite „www.thelightworks.com“ zeigt viele unserer Projekte – meistens sind es grafische Effekte für unabhängige Projekte oder Zwischensequenzen/Trailer/Assets für Spiele. Ihr könnt mich auch über Facebook erreichen (Tobias Richter – der mit Arexx als Bild)

Ihr werdet das neue Modell der DS9 schon bald auf Tribble sehen können und es wird mit der Veröffentlichung von Victory is Life offiziell zu einem Teil von Star Trek Online werden!

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