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Star Trek Online

Geschichten des Krieges #21

By Nevandon
Tue 08 Sep 2015 08:00:00 AM PDT

Captain Va'Kel Shon betrachtete die Karte mit finsterem Blick. Die Wandanzeige war konfiguriert, den aktuellen Stand des Alpha- und Beta-Quadranten anzuzeigen. Die iconianischen Truppen wurden auf der Karte grau dargestellt, wie scharfe Zähne, die sich in die Allianz bissen.

„Es muss einen anderen Weg geben“, sagte Shon zu sich selbst, und überblickte die letzten Systeme, die in die Hände der Iconianer gefallen waren. Während der Konflikte mit den Borg fegte das Kollektiv wie eine große Welle voran. Der Iconianische Krieg hatte dank ihrer Portaltechnologie mehr „Frontlinien“-Taktiken, aber es war offensichtlich, dass sie auf die Erde abzielten.

Die Tür zu Shons Bereitschaftsraum läutete und unterbrach seine Studien. „Herein“, rief er.

„Captain“, Commander Philipa Matthias grüßte ihn und trat in den Raum. Sie blickte auf die Anzeige und verzog leicht die Lippen.

„Benötigen Sie etwas, Counselor?“, fragte Shon und hoffte, sie würde sich kurz halten. Die Enterprise würde um 0800 zur letzten Kyana-Besprechung aufbrechen, was ihm wenig Zeit übrig ließ.

„Galaktischer Frieden wäre reizend, aber ich denke das ist momentan eher unwahrscheinlich, also wäre ich vorerst mit einer Tasse Tee und ihrem Gehör zufrieden.“, sagte Matthias.

Shon betrachtete die Menschenfrau für einen Moment und trat dann an den Replikator und rief eine vulkanische Mischung auf,  die ihr gefiel, und einen kleinen Raktajino für sich selbst. Matthias setzte sich auf eine der bequemen Couches und schlürfte ihren Tee. Shon setzte sich ihr mit einem leichten Seufzen gegenüber.

„Ich mache mit jedem die Runde.“, sagte Matthias über den Rand ihrer Tasse hinweg. „Nicht, dass Sie denken, ich lasse Sie aus, Sir.“

„Wie ist die Stimmung in der Crew?“, fragte Shon und stellte sich die Unterhaltung als Meeting vor. Er dachte zu sehr über die Zukunft nach, als dass er persönliche Tragödien der Vergangenheit aufwühlen wollte – so ironisch es derzeit auch war. Ihnen stand ihre schwerste Schlacht bevor. Vielleicht sogar die letzte.

„Verängstigt.“, antwortete Commander Matthias ohne zu zögern, „Aber sie reißen sich zusammen. Sie blicken zum Führungspersonal auf.“

„Und wie machen sich meine Führungsoffiziere, Counselor?“

„Richten sich nach Ihnen, Captain.“, sagte sie und betrachtete ihn. „Also stellt sich die Frage, wie geht es Ihnen? Ich habe den Eindruck, dass Sie einige Bedenken haben.“

Shons Antennen zuckten kurz, in einem Anflug von Verärgerung. Philipa zog eine graue Augenbraue hoch, schlürfte ihren Tee und wartete geduldig auf eine Antwort.

„Sie haben die Berichte gesehen, Commander, und sie haben die gleichen Karten wie ich gesehen.“, sagte er und zeigte auf die Anzeige. „Wir haben keine andere Wahl, als mit dem Plan fortzufahren. Quinn, J'mpok und D'Tan haben ihn unterzeichnet. Alle Flotten der Allianz sind in Bewegung. Wir sind verpflichtet. Die Enterprise wird da sein, um die Föderation zu verteidigen.“ Bis zum Ende, fügte eine innere Stimme hinzu. Wenn es nur einen anderen Weg geben würde ...

„Ich glaube, Captain Koren freut sich riesig auf die Schlacht.“, sagte Matthias mit leichtem Ton.

Shon kicherte überrascht. „Das tut sie. Sie hat mit mir und Tiaru gewettet, dass die Bortasqu' mehr Herold-Schiffe besiegt als die Enterprise und die Lleiset zusammen.“ Shon schüttelte seinen Kopf und schaute aus dem Fenster auf die sich versammelnde Flotte. Sie war die größte, die er je gesehen hatte, und sie war zu klein. „Uns wird es nicht an Zielen fehlen, wenn man dem Geheimdienst glauben mag.“

„Sie halten nichts von Kagrans finalem Plan.“, sagte Matthias und änderte das Gesprächsthema schlagartig wieder zu ihm. „Ich bin der Counselor des Schiffs. Ich bin auch ihretwegen hier.“

Shons Antennen zuckten und er gab ihr einen kühlen Blick. „Die Enterprise wird ihren Dienst erfüllen.“, sagte er, „Genau wie ich.“

„Das habe ich nie in Frage gestellt, Captain. Sie werden dem Plan folgen, aber sie glauben nicht an ihn. Glauben Sie, dass er scheitern wird?“

Shon setzte sein Getränk ab und stand vor dem Fenster, seine Hände hinter seinem Rücken verschränkt. „Selbst die besten Pläne können fehlschlagen, Counselor. Nein, meine Bedenken sind ...“, er machte eine Pause und dachte über die richtigen Worte nach. „Meine Bedenken sind weitreichender.“

Er wandte sich zu ihr. „Als ich zur Sternenflotte kam, schwor ich einen Eid, die Ideale und Werte der Föderation zu wahren. Zu viele davon werden wir jetzt brechen. Wir blicken dem Tod ins Auge, aber wenn wir auf diese Weise gewinnen, verraten wir dann nicht den Kern der Föderation? Wenn wir diese Tat begehen, verdammen wir uns dann nicht selbst?“

„Sie sorgen sich um die Seele der Föderation?“, fragte Matthias.

„Das zweite Mal wird leichter werden. Das dritte Mal erst recht. Die Tür wird geöffnet sein. Shon lief zur taktischen Anzeige der Quadranten zurück, während er sprach. „Ich habe die letzten Tage damit verbracht, eine Alternative zu finden.“ Er schüttelte seinen Kopf. „Es sind zu viele und sie sind zu mächtig. Im günstigsten Fall überleben wir vielleicht ein paar Monate, werden aber letztendlich doch überrannt.“

„Ich denke nicht, dass wir die Oberste Direktive sofort verwerfen werden, wenn wir die nächsten paar Tage überleben.“, sagte Matthias und beantwortete einige von Shons dunkleren, unausgesprochenen Gedanken.

Shon schaute zu ihr hin.

Sie schüttelte ihren Kopf, ihre Schultern breit. „Wir haben zu viele gute Leute, als dass so etwas geschehen würde. Und ich zähle Sie zu diesen Leuten, Captain. Sie führen das Flaggschiff der Föderation. Das versetzt Sie in eine besondere Lage. Wenn Sie Bedenken haben, dann können Sie diese äußern und werden erhört.“ Sie stand auf und stellte ihre Tasse in den Replikator. „Als jemand, der Ihre Bedenken aus den gleichen Gründen teilt, würde ich mich freuen, wenn Sie es kundtun würden.“

Shon betrachtete sie und nickte. „Ich werde mein Bestes geben.“

„Danke, Captain. Mit Ihrer Erlaubnis lasse ich Sie mit Ihrer Arbeit fortfahren. Wenn es einen anderen Plan gibt, hoffe ich, dass Sie ihn finden.“

Shon nickte und wandte sich wieder zur Karte, als Matthias den Raum verließ. Ein weiteres Symbol blitzte silbern auf, ein weiteres System unter der Kontrolle der Herolde. „Ich auch, Counselor.“, sagte Shon, „Ich auch.“

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